- Fünf gewidmete Studienplätze für zukünftige ÄrztInnen ab dem Studienjahr 2025/2026
- Monatliche Ausbildungsvergütung in Höhe von mindestens 1.000 Euro für die Dauer des Studiums
- Informationsveranstaltung am 5. März 2025 von 16 bis 19 Uhr im Landhaus
- Bewerbungen und Informationen unter www.tirol.gv.at/medizinstudium
Die Sicherstellung der öffentlichen Gesundheit ist eine zentrale Aufgabe des Landes Tirol. AmtsärztInnen spielen dabei eine wesentliche Rolle: Sie überwachen meldepflichtige Krankheiten, arbeiten an gesundheitlichen Krisenplänen mit, erstellen Gutachten und führen Eignungsuntersuchungen durch. Um diesen wichtigen Aufgaben auch in Zukunft bestmöglich nachkommen zu können, braucht es ausreichend qualifiziertes Personal. Daher stellt das Land Tirol ab dem Studienjahr 2025/2026 erneut bis zu fünf gewidmete Medizinstudienplätze zur Verfügung. Diese Plätze sind für angehende Studierende vorgesehen, die zwar keinen regulären Studienplatz erhalten haben, gleichzeitig jedoch unter den besten 25 Prozent der angetretenen StudienbewerberInnen sind. Nach Abschluss ihres Studiums erwartet sie eine gesicherte Anstellung als Ärztin bzw. Arzt im öffentlichen Gesundheitsdienst beim Land Tirol. Bei dem Projekt handelt es sich um einen nationalen Schulterschluss von Bund, Ländern und der Österreichischen Gesundheitskasse mit den Medizinischen Universitäten.
„Die Gesundheitsversorgung der Tiroler Bevölkerung ist nur mit ausreichend qualifizierten Fachkräften sichergestellt. Amtsärztinnen und Amtsärzte leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die öffentliche Gesundheit – sei es bei der Nachverfolgung von Infektionskrankheiten, Durchführung von Schuluntersuchungen oder der Mitwirkung in Krisenstäben. Mit den gewidmeten Medizinstudienplätzen setzen wir einen wichtigen Schritt, um auch langfristig genügend Expertinnen und Experten für diesen Bereich auszubilden und die medizinische Versorgung in Tirol abzusichern“, betont Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele.
Gewidmeter Medizinstudienplatz in Innsbruck
BewerberInnen für die gewidmeten Studienplätze verpflichten sich vertraglich dazu, nach Abschluss ihrer allgemeinmedizinischen oder fachärztlichen Ausbildung mindestens fünf Jahre als Ärztin bzw. Arzt im öffentlichen Gesundheitsdienst in Tirol tätig zu sein. Durch das Projekt erhalten angehende Studierende nicht nur einen Studienplatz für Humanmedizin an der Medizinischen Universität Innsbruck, sondern auch eine monatliche Ausbildungsvergütung in Höhe von mindestens 1.000 Euro für die gesamte Dauer des Studiums. Bei Nichteinhaltung greifen entsprechende Rückerstattungsregelungen.
So funktioniert die Bewerbung
Zwischen 3. März und 15. April 2025 können Bewerbungen (Lebenslauf, Motivationsschreiben und MedAT-Zahlungsbestätigung) über die Website des Landes eingereicht werden. Nach Abschluss der Bewerbungsfrist werden die am besten geeigneten KandidatInnen im Rahmen eines speziellen Auswahlverfahrens ermittelt und an die Medizinische Universität Innsbruck gemeldet. Unabhängig vom Bewerbungsverfahren des Landes Tirol muss auch das Aufnahmeverfahren für das Studium der Humanmedizin an der Medizinischen Universität Innsbruck durchlaufen werden (MedAT-H). Die gewidmeten Studienplätze werden an BewerberInnen vergeben, die beim MedAT-H zwar unter den besten 25 Prozent der angetretenen StudienbewerberInnen sind, jedoch – unter anderem aufgrund des hohen Andrangs – keinen regulären Studienplatz erhalten haben. Jene fünf der vom Land Tirol an die Medizinische Universität Innsbruck gemeldeten KandidatInnen mit dem besten Ergebnis innerhalb dieser Gruppe, erhalten einen der gewidmeten Medizinstudienplätze.
Informationen und Einblicke in die Praxis
Am 5. März 2025 sind Interessierte zu einer unverbindlichen Informationsveranstaltung im Landhaus eingeladen. Zwischen 16 und 19 Uhr informieren VertreterInnen des Landes sowie der Medizinischen Universität Innsbruck im Großen Saal im Landhaus 1 über das Bewerbungsverfahren und die Rahmenbedingungen für die gewidmeten Medizinstudienplätze und stehen für Fragen zur Verfügung. Es ist keine Voranmeldung notwendig.
Seitens des Landes werden ÄrztInnen aus dem öffentlichen Gesundheitsdienst vor Ort sein um über ihren Arbeitsalltag zu sprechen und Einblicke ins Berufsleben zu geben. Zudem wird Martina Heidegger von der Medizinischen Universität Innsbruck für allgemeine Fragen zum Studium sowie zum Aufnahmeverfahren MedAT zur Verfügung stehen.
Weitere Informationen dazu finden sich unter www.tirol.gv.at/medizinstudium.