Zukunft von Bildung und Pflege im Bezirk Landeck

LRin Hagele zu Besuch in Kinderbildungs- und Pflegeeinrichtungen

  • Wohnortnahe Kinderbetreuung, erweiterte Öffnungszeiten und Mittagstisch im Fokus
  • Austausch zur Strukturentwicklung sowie Ausbau Betreutes Wohnen und Tagespflege

Die frühkindliche Bildung betrifft sehr viele Menschen, die Pflege im Alter beinahe alle – auch in den 277 Tiroler Gemeinden. Grund genug, hier laufend mit Verantwortlichen vor Ort im Austausch zu stehen und zu erörtern, „wo der Schuh gegebenenfalls drückt“. Bildungs- und Pflegelandesrätin Cornelia Hagele besuchte vor kurzem den Bezirk Landeck, um sich ein Bild von der aktuellen Situation in der Region zu machen. Dabei standen sowohl die Entwicklungen im Bereich der Kinderbildung- und Kinderbetreuung als auch die Maßnahmen zur Stärkung der Pflegeversorgung im Mittelpunkt. „Mit gezielten Maßnahmen wollen wir seitens des Landes die Gemeinden sowohl in der Betreuung und Bildung von Kindern als auch in der Versorgung pflegebedürftiger Menschen bestmöglich unterstützen. Der Rechtsanspruch auf die Vermittlung eines Kinderbildungs- und 
-betreuungsplatzes und die Strukturentwicklung in der Pflege sind die Themen der Zukunft, denen wir uns jetzt für morgen widmen müssen“, so LRin Hagele.

Zusätzliche Pflegeplätze im Bezirk Landeck bis 2033

„Unser Ziel ist eine Pflegeversorgung, die sich an den Lebenswelten der Menschen orientiert. Gemeinsam mit den Gemeinden erheben wir die regionalen Pflege- und Betreuungsangebote und entwickeln passgenaue Ansätze, die den Bedürfnissen vor Ort entsprechen“, so LRin Hagele. 

Ein zentraler Fokus liegt dabei auf der Optimierung von Angeboten wie Betreutem Wohnen, Tagespflege und betrieblicher Kinderbetreuung. Bis 2033 sollen im Bezirk Landeck daher weitere 46 Plätze in der Tagespflege geschaffen sowie das Angebot des Betreuten Wohnens mit insgesamt 60 Plätzen breit ausgerollt werden. Ein wichtiger Aspekt ist zudem die Unterstützung pflegender Angehöriger, da rund 80 Prozent der pflegebedürftigen Menschen im häuslichen Umfeld versorgt werden. Hier sollen Maßnahmen wie Case- und Care-Management in der Region weiter ausgebaut werden, um Betroffene bestmöglich zu entlasten.

990 Menschen im Bezirk Landeck in Pflegebetreuung

Im Bezirk Landeck kümmern sich derzeit über 400 Pflege- und Betreuungskräfte um knapp 990 Menschen in fünf Alten- und Pflegeheimen sowie in weiteren fünf Pflege- und Betreuungsorganisationen, sowohl stationär als auch mobil. Aufgrund demografischer Veränderungen erfordert auch der Pflegebereich eine langfristige, vorausschauende Strategie zur Sicherstellung der Versorgung. Der Strukturplan Pflege 2023-2033 unterstützt die Gemeinden in der regionalen Weiterentwicklung der Pflege. In diesem Rahmen fand ein Austausch mit dem Planungsverband Sonnenterrasse, dem Planungsverband Oberes und Oberstes Gericht sowie den VertreterInnen der Pflegeeinrichtungen statt.

Großteil der Kinderbetreuungsangebote im Bezirk gut aufgestellt

Im Betreuungsjahr 2024/25 betreuen 402 ElementarpädagogInnen und Assistenzkräfte rund 2.800 Kinder unter 15 Jahren im Bezirk Landeck. Dafür stehen 42 Kindergärten, 22 Kinderkrippen, sieben Horte, sechs Tageseltern sowie 19 Ganztagsschulen zur Verfügung. Neben 58 öffentlichen Einrichtungen der Gemeinden ergänzen zehn private Einrichtungen, zwei Betriebskinderkrippen und ein Betriebskindergarten das Angebot.

Für eine optimale Vereinbarkeit von Familie und Beruf spielen neben einem regionalen Angebot an Bildungseinrichtungen auch erweiterte Öffnungszeiten sowie die Möglichkeit zur Einnahme eines Mittagessens eine wesentliche Rolle. Im Bezirk Landeck hat der Großteil der Kinderkrippen, Kindergärten und Horte zwischen 25 und 35 Stunden pro Woche geöffnet. Zudem bieten 69 Prozent aller Kindergärten, über 80 Prozent aller Kinderkrippen und alle Horte einen Mittagstisch an.