Bezirksdialoge: Zukunftsimpulse im Bezirk Reutte

LRin Hagele zu Besuch in Kinderbildungseinrichtungen im Bezirk Reutte

  • Austausch mit Fachkräften zu regionalen Entwicklungen in der Elementarbildung
  • Sprachförderung und Tiroler Sprachberatung im Fokus des Bezirksdialogs

Im Fokus des Bezirksdialogs im Bezirk Reutte stand diese Woche der Austausch mit Fachkräften über die aktuellen Entwicklungen in der Elementarbildung. Bildungslandesrätin Cornelia Hagele hob die Bedeutung dieses Dialogs für die Weiterentwicklung des Bildungsbereichs hervor: „Ziel dieser Gespräche ist es, Themen zu identifizieren und nachhaltige Lösungen für den Berufseinstieg zu erarbeiten. Nur durch den kontinuierlichen Austausch mit den Fachkräften können wir gezielt Maßnahmen setzen, die die pädagogische Arbeit erleichtern und die Qualität der Elementarbildung weiter stärken.“ Deshalb bieten die Bezirksdialoge eine Plattform für Fachkräfte und LeiterInnen, um über zentrale Themen der Elementarpädagogik zu diskutieren und bewährte Konzepte weiterzuentwickeln.

Sprachförderung als zentrale Bildungsaufgabe

Die frühe Sprachförderung spielt eine entscheidende Rolle in der Bildungslandschaft Tirols. Im vergangenen Jahr haben die SprachberaterInnen des Landes tirolweit zahlreiche pädagogische Beratungsbesuche in Kinderbildungs- und Kinderbetreuungseinrichtungen durchgeführt. Diese Besuche bieten eine wertvolle Grundlage zur Weiterentwicklung der sprachlichen Bildungsarbeit und tragen zur Qualitätssicherung in elementaren Bildungseinrichtungen bei. 

LRin Hagele betont, dass die frühzeitige sprachliche Bildung eine entscheidende Rolle für die Chancengerechtigkeit von Kindern spiele: „Durch gezielte Beratung und Unterstützung der Pädagoginnen und Pädagogen stellen wir sicher, dass Kinder optimal in ihrer Sprachentwicklung begleitet werden. Unser Ziel ist es, eine hochwertige sprachliche Bildung zu gewährleisten, die alle Kinder in ihrer individuellen Entwicklung stärkt.“

Die pädagogischen Fachkräfte setzen dabei auf eine sprachförderliche Umgebung, in der die Sprachentwicklung durch gezielte Interaktionen unterstützt wird. Dabei fördern sie beispielsweise Dialoge, um die Kinder in ihrer Sprachentwicklung anzuregen, und beobachten die individuelle Sprachentwicklung zur gezielten Unterstützung jedes Kindes.

Best-Practice-Beispiel: Sprachförderung im Kindergarten Reutte

Aktuell betreuen und bilden rund 260 PädagogInnen und Assistenzkräfte in 51 Einrichtungen über 1.300 Kinder. Hier setzt man ganz gezielt auf die innovative Sprachförderung. Ein gelungenes Beispiel dafür bietet der Kindergarten Tauschergasse in Reutte. Hier werden moderne Methoden eingesetzt, um die Sprachentwicklung spielerisch zu fördern. Ein digitaler Bilderrahmen und ein Familientagebuch sollen den Austausch über Tagesereignisse zwischen Kindern, Eltern und PädagogInnen unterstützen. Die bewusste Förderung der Erst- und Zweitsprache der Kinder trägt dazu bei, eine stabile Sprachbasis zu schaffen. Beim gemeinsamen Betrachten der Fotos und dem Vorlesen des Tagebuchs regen die PädagogInnen den Dialog durch gezielte Fragen an. Das Kind kann dabei – je nach eigener sprachlicher Voraussetzung oder jener der Familie – in der Erst- oder Zweitsprache antworten. 

Fortbildungsangebote für Fachkräfte

Um die pädagogischen Fach- und Assistenzkräfte bestmöglich zu unterstützen, werden auch im laufenden Kinderbetreuungsjahr wieder Schulungen zur Beobachtung und Erfassung der Sprachkompetenz angeboten. Diese Fortbildungen werden in Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule (PH) Tirol durchgeführt und vermitteln praxisnahe Methoden zur Sprachförderung in elementaren Bildungseinrichtungen.

Die Anmeldung erfolgt über die Pädagogische Hochschule Tirol. Weitere Informationen zu den Schulungen und zur Tiroler Sprachberatung finden sich auf der Website des Landes.