- Bei Symptomen gilt telefonische Kontaktaufnahme bei HausärztInnen
- Kostenlose zweimalige MMR-Impfungen für alle Altersgruppen
- Impf-Terminvereinbarung auch online über Land Tirol-App möglich
Abwasser ist reich an Informationen – sei es zu Umwelteinflüssen, zum Drogenkonsum oder zur Bewertung von Gesundheitsgefährdungen. So liefert das Tiroler Abwassermonitoring die Möglichkeit zur systematischen Überwachung auf Infektionserreger. Ziel ist es, frühzeitige Entscheidungen für bevölkerungsbezogene Maßnahmen zu treffen. Ursprünglich zur Überwachung von Covid-19 in Tirol als Vorreiter eingeführt, wurde das System kontinuierlich erweitert und umfasst mittlerweile auch Analysen zu Influenza A und B sowie zum Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV). Seit neuestem wird auch die Last an Masernviren im Abwasser analysiert.
In den letzten Wochen wurde vereinzelt eine geringe Last an Masern vor allem im Tiroler Unterland festgestellt. Darüber wurden die lokalen ÄrztInnen vonseiten des Landes umgehend informiert. Die aktuellen Abwasserdaten zeigen derzeit einen Anstieg in der Region Westendorf. Masern zählen zu den meldepflichtigen Krankheiten. Derzeit liegen keine Meldungen vor, weshalb vonseiten des Landes einmal mehr appelliert wird: Bei Symptomen, die auf eine Masernerkrankung hindeuten, soll telefonisch mit einem Arzt/einer Ärztin Kontakt aufgenommen werden. Denn Masern sind hochansteckend und können vor allem für Säuglinge, Schwangere und Menschen mit geschwächtem Immunsystem gefährlich sein.
Zuverlässiger Schutz durch kostenlose Masernimpfung
„Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit, sondern eine ernsthafte und hochansteckende Infektionskrankheit an der auch Erwachsene erkranken können. Im Rahmen einer Masernerkrankung können schweren Komplikationen wie Lungenentzündung, Mittelohrentzündung oder sogar Gehirnentzündung auftreten. Alle, die sich unsicher sind, ob sie einen verlässlichen Masernschutz haben, sollten das Thema unbedingt mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin besprechen und sich gegebenenfalls impfen lassen. Eine vollständige Immunisierung durch zwei Masern-Mumps-Röteln-Impfungen schützt Sie, Ihre Kinder und die Gemeinschaft, in der Sie leben. Die Impfung bietet einen verlässlichen Schutz und ist kostenlos“, ruft die Tiroler Gesundheitsdirektion Theresa Geley verstärkt zur Impfung auf.
Mögliche Symptome: Fieber und hinter den Ohren ausgehender Hautausschlag
Der letzte gemeldete Masernfall trat in Tirol Mitte letzten Jahres auf. Eine Infektion mit Masernviren kann zu schweren Erkrankungen führen. Personen, die nach zwei bis drei Tagen schwerer grippaler Symptome mit Fieber zusätzlich einen hinter den Ohren beginnenden, fleckigen Hautausschlag, Husten, Schnupfen oder eine Bindehautentzündung entwickeln, wird geraten, nicht direkt eine Ordination oder ein Krankenhaus aufzusuchen. Stattdessen sollen sie sich vorab telefonisch an ihre Hausärztin/ihren Hausarzt wenden, um eine mögliche Verbreitung des Virus zu verhindern.
Schutz durch Impfung – besonders für Kinder essenziell
Der wirksamste Schutz für einen selbst, aber auch für andere ist eine frühzeitige – ab vollendetem neunten Lebensmonat – zweimalige Masern-Mumps-Röteln-Impfung. In Tirol sind insbesondere Personen, die zwischen 1970 und 2000 geboren wurden, sowie Kinder unter zehn Jahren unzureichend immunisiert.
Die Impfung kann zu jedem Zeitpunkt nachgeholt werden. Zudem kann eine Impfung in der Inkubationszeit den Krankheitsverlauf abschwächen. Auch Familienangehörige sollten sich im Fall einer Infektion bei einem Angehörigen durch eine Impfung schützen. Zweifach geimpfte Personen sowie Personen, die bereits eine Masererkrankung durchlaufen haben, gelten als immun.
Informationen zur MMR-Impfung
- Kostenlos bei HausärztInnen sowie bei FachärztInnen für Kinderheilkunde und Gesundheitsämtern der Bezirkshauptmannschaften
- Terminvereinbarung für den niedergelassenen Bereich über die jeweilige Ordination
- Terminvereinbarung für Gesundheitsämter telefonisch oder über die Online-Terminvereinbarung des Landes unter termin.tirol.gv.at oder die Land Tirol-App
- Weitere Informationen auf der Website des Landes