- Austausch zu Entwicklungen und Fortschritten in Tirol zu Recht auf Vermittlung eines Kinderbildungs- und Kinderbetreuungsplatzes
- Tirol leistet Pionierarbeit in Österreich
- Ziel ist es, echte Wahlfreiheit in Tirol zu schaffen
Bildung und Kinderbetreuung sind ein Schwerpunkt der Tiroler Landesregierung. 200 Millionen Euro werden zielgerichtet investiert, um die beste frühkindliche Bildung und Betreuung in Tirol zu ermöglichen. Mit dem geplanten Recht auf Vermittlung eines Kinderbildungs- und Kinderbetreuungsplatzes für alle Kinder ab dem zweiten Geburtstag soll die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Flexibilität für Familien als auch die Kinderbildungsqualität noch weiter gestärkt werden. Vor rund eineinhalb Jahren unternahm eine Tiroler Delegation bereits eine Studienreise nach Finnland. Umso mehr freute es LH Anton Mattle diese Woche, die finnische Botschafterin Nina Vaskunlahti in seinen Amtsräumlichkeiten in Innsbruck zu begrüßen.
„Wie in Finnland geht es auch in Tirol darum, schon früh mit Bildung und dem Vermitteln von sozialen Kompetenzen zu beginnen“, sagt LH Mattle, dass er einmal mehr die Gelegenheit nutzte, um sich mit Vaskunlathi über die Strukturen in Finnland auszutauschen und über aktuelle Entwicklungen in Tirol zu sprechen. Denn die Vorbereitungen für die Umsetzung des Rechts auf Vermittlung eines Kinderbildungs- und Kinderbetreuungsplatzes laufen auf Hochtouren. Das Land hat allein im Vorjahr rund 57 Millionen Euro in den Ausbau der Infrastruktur für Betreuungs- und Bildungseinrichtungen (Kinderkrippen, Kindergärten, Bildungszentren, Volksschulen) investiert und mit rund 150 Millionen Euro die laufenden Personalkosten der Gemeinden und Träger gefördert.
„Die Familie ist die Keimzelle der Gesellschaft. Kinder sollen behutsam in der Familie aufwachsen und gemeinsam mit Gleichaltrigen beste Bildung erhalten. Die Delegationsreise nach Finnland im Jahr 2023 war deshalb der Auftakt zu einem wichtigen Schwerpunktthema für die Tiroler Landesregierung: dem Recht auf Kinderbildung und Kinderbetreuung. Finnland macht vor, dass dieses Recht vom Kind ausgeht. Kinder verdienen frühestmöglich die beste Bildung. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist auch wichtig, steht aber nicht über dem Anspruch, dass die Kleinsten auch schon früh mit Gleichaltrigen lernen“, erklärt LH Mattle.
„Von den Besten lernen“
Bei der Delegationsreise nach Finnland machten sich Politik, ExpertInnen und SozialpartnerInnen ein Bild vom europäischen Best-Practice-Beispiel. Mit den Eindrücken aus dem Norden wurde im Rahmen einer Regierungsklausur das Tiroler Recht auf Kinderbildung und Kinderbetreuung erarbeitet. „Damit nahm Tirol eine Vorreiterrolle ein. Nun freut es mich, dass ich die finnische Botschafterin in Österreich über unsere Fortschritte in diesem Bereich informieren konnte. Unser Anspruch ist es, von den Besten zu lernen“, sagt LH Mattle.
Tiroler Konzept in Regierungsprogramm des Bundes festgeschrieben
Bis 2026 laufen die Vorbereitungsarbeiten, um dann tirolweit im Bereich der Kinderbildung und -betreuung einen großen Schritt weiterzukommen. Das sei ein ambitionierter, aber auch realistischer Ansatz: „Wir sind selbstbewusst genug, um in diesem Bereich Pionierarbeit zu leisten. Ich konnte der finnischen Botschafterin berichten, dass die neue österreichische Bundesregierung das Tiroler Konzept der Vermittlung eines ganzjährigen und ganztägigen Betreuungsplatzes in ihrem Regierungsprogramm festgeschrieben hat und damit auf einer Tiroler Initiative aufbaut. Von Tirol aus schaffen wir mit dem Recht auf Kinderbildung und Kinderbetreuung ein modernes, bedarfsgerechtes und zukunftsweisendes Konzept“, betont LH Mattle, dass Tirol „schon früh die beste Bildung für Kinder ermöglichen und für Eltern echte Wahlfreiheit schaffen will. Jedes Kind ab dem zweiten Geburtstag soll bedarfsgerecht einen Platz erhalten, wenn es einen braucht und gemeinsam mit Gleichaltrigen beste Bildung erfahren.“