Blaulichttag 2024 in Reutte

Rund 45 Personen von Land Tirol, Einsatzorganisationen sowie weiteren Partnerorganisationen teilgenommen

  • Herausforderungen im Krisen- und Katastrophenmanagement, AT-Alert und weitere Themen als Schwerpunkte der Vernetzungsveranstaltung 

Mit welchen Krisen und Katastrophen müssen wir uns in Zukunft vermehrt beschäftigen? Wie können sich Behörden und Einsatzorganisationen darauf vorbereiten? Wie funktioniert das neue Bevölkerungswarnsystem AT-Alert? Diese und viele weitere Fragen wurden beim Blaulichttag 2024, der diese Woche an der Bezirkshauptmannschaft Reutte stattgefunden hat, im Rahmen von Impulsvorträgen beantwortet und diskutiert. An der Vernetzungs- und Fortbildungsveranstaltung haben rund 45 Personen von Land Tirol sowie den Einsatz- und Partnerorganisationen des Bezirks und auch aus dem benachbarten Bayern teilgenommen. 

„Krisen- und Katastrophenschutz funktioniert nur im Netzwerk. Sich persönlich zu kennen und Kontakte zu knüpfen ist für die Zusammenarbeit und die Koordination im Ernstfall unabdingbar. Es freut mich, dass in Tirol Blaulichttreffen wie diese Woche in Reutte regelmäßig stattfinden und zeigen, dass die Sicherheit der Bevölkerung sehr ernst genommen wird“, betont Sicherheitslandesrätin Astrid Mair

Auch für Bezirkshauptfrau Katharina Rumpf sind derartige Vernetzungstreffen eine wichtige Grundlage für die Sicherheit im Außerfern: „Der Blaulichttag dient neben dem Erfahrungsaustausch auch der Weiterbildung der Mitglieder der Bezirkseinsatzleitung und bietet durch die verschiedenen Fachvorträge die Möglichkeit, sich noch besser auf aktuelle Herausforderungen vorzubereiten. Danke an die vielen Interessierten, die auch in diesem Jahr wieder mit dabei waren und danke allen Mitgliedern der Einsatz- und Partnerorganisationen für die ganzjährig hervorragende Zusammenarbeit.“

Fachvorträge und Diskussionsrunden zu verschiedenen Themen

Im Rahmen des Blaulichttages wurden in insgesamt vier Fachvorträgen mit anschließenden Diskussionsrunden verschiedene Themen im Bereich Krisen- und Katastrophenmanagement behandelt. So informierte Elmar Rizzoli, Leiter des Tiroler Zentrums für Krisen- und Katastrophenmanagement, über aktuelle Herausforderungen bei der Bewältigung von komplexen Szenarien – von klassischen Naturereignissen über Cybercrime und Migrationskrisen bis hin zu einem Blackout. Zudem hielt Rizzoli einen Vortrag über den Umgang mit Spontanhelfenden bei Katastrophenereignissen. 

Dominik Czermak vom Militärkommando Tirol stellte den „Aufbauplan Österreichisches Bundesheer 2032+“ vor, der unter anderem vorsieht, Standorte und Strukturen kleinerer Verbände (Bataillon, Regiment) und Verbände (Brigaden) zu stärken.

Abschließend wurde von Thomas Geiler, Leiter der Landeswarnzentrale Tirol, das seit Kurzem österreichweit ausgerollte neue Bevölkerungswarnsystem „AT-Alert“ und dahingehend allen voran der Anforderungsweg für eine Alarmauslösung umfassend skizziert.