Blick von oben: Drohnen im Landesdienst

2024 hoben Drohnen insgesamt 90-mal ab

  • Breites Anwendungsspektrum: Einsatz für Schadendokumentation, Erhebungen im Rahmen des vorbeugenden Katastrophenschutzes oder Wildtierzählungen

Die Dokumentation der Schäden nach den Murenabgängen in St. Anton am Arlberg und im Sellraintal, Wildzählungen in Strass im Zillertal, das Monitoring beim Bau der Kanzelgalerie an der Reschenstraße oder Erhebungen nach Waldbrandereignissen am Plansee und in Sillian – die Drohnen des Landes Tirol werden für unterschiedliche Aufgaben eingesetzt. Im Jahr 2024 hoben sie für insgesamt 90-mal ab. Das Einsatzspektrum gliederte sich in 56 Einsätze und 34 Übungs- und Wartungs- sowie Ausbildungsflüge. Bei den Drohnenaktivitäten im Jahr 2024 wurden über 120 Flugstunden absolviert. 

„Unsere Drohnen eröffnen neue Perspektiven. Gerade im Gebirge eröffnen sie Blickwinkel, die vom Boden aus nicht möglich sind. So werden die Drohnen bei zahlreichen Einsatz- und Krisenlagen effektiv eingesetzt. Sie tragen zu mehr Sicherheit bei und unterstützen bei der Situationsbeurteilung. Auch im Jahr 2024 hat sich die Wichtigkeit und das breite Einsatzspektrum unserer Landes-Drohnen einmal mehr gezeigt. Als Landesverwaltung bleiben wir am Puls der Zeit, nehmen eine Vorreiterrolle ein und nutzen die technologischen Möglichkeiten bestmöglich aus“, erklärt Sicherheitslandesrätin Astrid Mair

Drei Drohnen – zwölf PilotInnen

Als erste Landesverwaltung in ganz Österreich wurde die Landeswarnzentrale (LWZ) in Tirol im Jahr 2021 mit einer Drohne ausgerüstet. Mittlerweile verfügt die LWZ als zentrale Koordinationsstelle für Drohneneinsätze im Sicherheitsbereich über drei Drohnen, die von einem Team aus zwölf ausgebildeten DrohnenpilotInnen gesteuert werden können. Es gibt zudem ein detailliertes Sicherheitskonzept und regelmäßige Schulungen. 

„Im Einsatzfall generieren die Drohnen hochauflösende Bilder, die direkt an die Einsatzleitungen übermittelt werden können – bei Bedarf auch in Echtzeit. Unser Drohnenteam kann von allen Dienststellen des Landes oder auch von den Tiroler Gemeinden über die Landeswarnzentrale angefordert werden, um Erhebungen aus der Luft durchzuführen. Das Einsatzspektrum ist sehr weitläufig und reicht von der allgemeinen Ereignisdokumentation, der flächendeckenden Befliegung und Dokumentation, unteranderem von Waldschäden nach Stürmen, bis hin zur Wildbestandsdokumentation mittels Wärmbildkamera“, erklärt Thomas Geiler, Leiter der Landeswarnzentrale Tirol. 

Verbesserte Datenauswertung mit KI geplant

Neben der Durchführung der Flüge erfolgen erste Auswertungen meist bereits vor Ort des Einsatzes. „Mit den erhobenen Daten können beispielsweise 3D-Modelle von Felsstürzen erstellt werden. Daraus kann unteranderem abgeleitet werden, wieviel Material abgegangen ist. Das hilft beispielsweise den Expertinnen und Experten der Landesgeologie, das Ausmaß eines solchen Ereignisses noch besser zu analysieren“, so Geiler, der weiter ausführt: „Wir optimieren den Auswertungsprozess der Daten als auch unseren Flugbetrieb laufend. Aktuell prüfen wir, wie wir auch künstliche Intelligenz einsetzen können, sowie die Optimierung der Informationsbereitstellung in den geographischen Informationssystemen des Katastrophenschutzes.“

Weitere Informationen zu den Drohnen im Landesdienst finden sich im Landesfilm unter www.youtube.com/watch?v=JTWOB_v6Q68